Samstag, 17. Dezember 2011

Barranquillanische Deutschstudenten, Deutsche allein zu Haus und Zöpfe

So unser heiß ersehntes verlängertes Wochenende in Barranquilla bei unserer Mentorin Marianella war gekommen. Donnerstag Morgen um 9 gings mit einem Bus ins zwei Stunden entfernte Barranquilla (welches übrigens Shakiras Geburtsort ist :) ). In ihrem Haus in dem sie mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern lebt, gab es auch noch Platz für uns 6 Mädels. 
Den ersten Abend verbrachten wir im Kino. Film: Twilight der Dritte... Der Gruppenzwang siegte und ich musste mich fügen. Aber es war auszuhalten. Doch das Kino war noch viel kälter wie wir es eigentlich gewöhnt sind und auf Julia tropfte es von der Decke :D.
Am Freitag Morgen sind wir mit Marianella, die Deutschlehrerin an der Universität von Barranquilla ist, zur Uni gefahren und waren bei ihrem Deutschunterricht für die Drittsemester Studenten dabei. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und sie haben uns den Campus gezeigt. 


Deutsch-Kolumbianische-Freunde mit Marianella


Nachmittags haben wir uns auch mit ihnen getroffen und sie haben uns eine katholische Kathedrale ein Theater und das Haus des Karnevals gezeigt (in Barranquilla findet übrigens jedes Jahr im Februar ein Karneval statt, der von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und geistigen Kulturerbes der Menschheit erklärt). Danach waren wir noch zusammen Pizza essen. Abends sind wir dann alle (bis auf Julia und Anka) in eine Disco uuuh :D (ein großer Raum mit ein paar Lichtern, Plastikstühlen und seehr lauter Musik) wo wir dann einen kolumbianischen-Tanzstil-Grundkurs bekamen. 




Am Samstag sind wir dann in ein riiesiges Outlet-Center gegangen, wo ich mir doch glatt einen Pulli gekauft hab. Wir hatten eigentlich nur eine gute Stunde Zeit, aber der 70%-DIESEL-Laden hat uns aufgehalten. So kam es, dass wir, trotz schnellem Pfannkuchen-kochen und essen, eine Stunde (!) zu spät zu unserem Treffen mit den nächsten Deutschstudenten kamen. Naja wir sind halt schon zu lang in Kolumbien :D
Die Studenten konnten schon besser Deutsch und wir wurden jeder einem Studenten zugeordnet, bei dem wir eigentlich übernachtet hätten, aber wir haben uns dann entschieden doch eine weitere Nacht bei Marianella zu bleiben und nur vor unserem Besuch auf einer Geburtstagsparty, die Häuser der Studenten zu besuchen. Ich habe mich sehr gut mit den Eltern von Henry, der sehr lang geduscht hat, unterhalten. 
Unser zweiter Tanzabend war schon etwas erfolgreicher, da wir jetzt schon einigermaßen an die Rythmen und Schrittfolgen gewöhnt waren. 
Am nächsten Morgen gings dann wieder mit dem Bus nach Hause. Es war ein sehr spaßiges Wochenende mit sehr netten Leuten. 


Am Dienstag Abend haben Alejandra, Anka, Ich, Katerine und Merly uns zu einem Abschiedseisessen in Crepes & Waffels getroffen. Ich habe mir mit Katerine zusammen ein Schokofondue gegönnt.


Volle Ränzen


Am Mittwoch Morgen hat uns dann unsere geliebte Alejandra verlassen :( 
Sie ist zurück in ihre Heimatstadt Cali gegangen. Und auch unsere Leiter sind zur Zeit nicht da, so waren Anka und ich die letzten paar Tage allein allein. Aber unsere Nachbarin Merly hat uns Gesellschaft geleistet und uns schööne Zöpfe geflochten.





So morgen fliegen wir (Anka, Julia und ich) in den Urlaub. Es geht erstmal nach Bogotá wo wir uns mit 3 anderen Freiwilligen (Doreen, Gerrit und Felix) treffen, die mit uns den Urlaub verbringen werden. Ich werde vorraussichtlich am 9. Januar wiederkehren. 
Ich wünsche euch alle Frööhliche Weihnachten und ein gutes Rütschle!


man merkt doch etwas den
Nordamerikanischen Einfluss

"A guds neichs johr olle mitanond!"
Auch die Sprache Österreichs
ist hier vertreten!
Des hot mi gfreit!


Sonntag, 4. Dezember 2011

Anka spendet an Unbekannt, Graduation & Paintball


Vor zwei Wochen hatten wir ein fast sehr schönes Wochenende. Es war unser erstes freies Wochenende seit sehr langer Zeit und wir haben uns mit unseren Bocachica- und Refugio-Freundinnen getroffen. Es gibt ein kleines leckeres Sandwich-Limonadenrestaurantchen wo wir verweilt haben und anschließend mit unserem Freund Samir noch Kuchenessen. Das Wochenende wollten Anka und ich mit einem schönen Strandsonntag abschließen, doch etwas trübte die Stimmung sehr: Ankas Rucksack mitsamt Inhalt (Foto, Handy, Geld, Handtuch, Kleidung,..) wurde ihr, trotz unserer nur-einer-geht-ins-Wasser-anderer-bleibt-draussen-und-passt-auf-unsere-Sachen-auf-Taktik, von ihrer Seite entwendet. Die arme, doch etwas verstörte Anka hat den voll besetzten Strand ein bisschen aufgescheucht, doch niemand hatte etwas gesehen. Auch die Polizei, die auf einen Anruf hin herbeieilte, konnte, außer unsere Daten auf irgendeinen Fresszettel schreiben, nicht viel für uns tun. Von unseren Arbeitskollegen gabs in den darauffolgenden Tagen ziemliche Vorwürfe, wie z.B: warum wir überhaupt ohne Einheimische an diesen Strand gegangen sind, dass wir niemals Wertsachen mit an den Strand nehmen sollen und den Tipp, dass wir nächstes Mal auf unseren Rucksack draufsitzen sollen. In der folgenden Woche sind wir aber gleich nochmal zu dem Strand aber: es war nichts los und fast ohne Wertsachen.

Dieses Bild wurde mit meinem unter hohem Risiko mitgebrachtem Mobiltelefon aufgenommen.


Das Schuljahr ging gerade zu Ende und vor kurzem hat die Abschlussfeier für die Vorschulklasse stattgefunden. Hierzu musste viel vorbereitet werden und alles schön rausgeputzt werden um die Feier feierlich zu gestalten.
Bald trudelten auch die ersten rausgeputzten Vorschulabsolventen ein und ca. eineinhalb Stunden nach dem „eingeplanten“ Beginn, (sehr normal für kolumbianische Verhältnisse) konnt die Zeremonie mit Liedern, einem ziemlich improvisierten Theaterstück von uns Lehrern (jahaa :)) . der Zeugnisübergabe und anschließendem Perro Caliente Essen (Hot Dog! Die übersetzen hier einfach alles :D )  von statten gehen.






Am nächsten Tag hatte eines unserer Schulkinder, die gegenüber von uns „wohnen“ (eigentlich kann man dieses Ding in dem sie wohnen nicht als Haus benennen: 2 Familien in einem Überdachtem Zimmer, kein Abwasser, die Kinder teilen sich eine Zahnbürste,...) Geburtstag. Zehn Jahre alt wurde unsere Yureimis und wir Lehrer haben mal wieder eine Kuh gekauft! (Die nennen das hier so, wenn jeder einfach ein bisschen Geld gibt, das wirft man zusammen und kauft für alle was zu Essen oder wie in diesem Fall ein T-Shirt und Haargummis für unser Geburtstagskind). Darüber hat sie sich auch sehr gefreut :)



Vor kurzem hat uns unser Freund Samir gefragt, ob wir Deutschen mit ihm Paintball spielen gehen wollen und gestern hab wir das dann auch getan.
Es war ein ziemlich krass kuhles Gelände mit kaputten Autos, Bretterverschlägen, Autoreifen,... und im Tarnfarbenstyle hatten wir schon ziemlich unseren Spaß, auch wenn wir danach sehr verschwitzt und mit blauen Flecken, (keine Farbe :)) ins Zentrum gingen und uns mal wieder ein Sandwich und Eis gekauft haben. Ich glaub soviel Eis wie Ich bisher hier gegessen hab, hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gegessen :) Spaß. Aber ist hier sehr günstig. So jetzt kommen unsere Schüler erst Mal zwei Monate lang nicht mehr. Mal sehn was wir für Aufgaben bekommen. Am Donnerstag fahren wir ins zwei Stunden entfernte Barranquilla wo unsere Mentorin Marianella wohnt. Dort bleiben wir bis Sonntag